Sommerzeit und Regenzeit ist traditionell auch Ausflugszeit für den German-Swiss Golfclub. Nicht dass jetzt jemand denkt, wir wären pervers und würden nur golfen, wenn es regnet. Weit gefehlt!!

Bis dato konnten wir uns aber immer (Toi, toi, toi) auf unsere guten Beziehungen zum Wettergott verlassen und auch auf dieser Tour klappte alles. Soweit vorab.

a01Den Abfahrtstag hatten wir in diesem Jahr auf einen Sonntag ohne spielen gesetzt und dass das nicht die beste Lösung war dazu später mehr. Alle Teilnehmer trafen im Laufe des Nachmittags und frühen Abends ein und so hatte jeder genügend Zeit sich einzurichten. Zum Abendessen trafen sich die meisten im Restaurant des Hotels und danach bildeten sich noch einige Grüppchen zu einem kleinen Umtrunk, alles in Masen, da am nächsten Morgen der erste Spieltag bevorstand. Da das Restaurant bereits um 10 Uhr schloss, waren größere Exzesse auch nicht möglich.

Am Montag begann der Ernst des Lebens. Auf dem Programm stand der Evergreen Hills GC. Nach dem Frühstück waren 19 Spielerinnen und Spieler (wie an jedem Tag) bereit und so machte sich der Trupp auf die kurze Fahrt zum Golfkurs. Nach der Ankunft stellten wir fest, dass sehr wenig Spieler den Kurs bevölkerten und so war es uns möglich, 30 Minuten vor unserer gebuchten Tee Time zu starten, was uns am Ende noch sehr helfen sollte. Der Kurs selbst ist eingebettet in eine wunderschöne Landschaft und jede Spielbahn hatte auch genügend Bäume, über die man sich freuen (oder auch nicht!) konnte.

a02Es war nicht der schwerste Platz auf dieser Tour, das zeigten auch die durchschnittlichen Ergebnisse, es waren die besten auf der Tour und auch das beste Ergebnis in diesen 4 Tagen wurde hier von Joachim Oestreicher mit 44 Stableford gespielt. Schwierig vor allem waren die Greens, die teilweise ein Gefälle wie die Eiger Nordwand aufwiesen. Als Zusatzpreise gab es 2-mal nearest to the Pin, die von Aom Montanari und Olaf Struve gewonnen wurden. Beide konnten sich über eine Flasche Wein freuen. Noch zu erwähnen wäre, dass sich 10 Minuten nach Eintreffen des letzten Flights die Schleusen des Himmels öffneten und eine ganze Menge Wasser freigaben. Das zum Thema frühere Tee Time!!

Für den Abend hatte meine Frau Thip ein Essen im Keere Tara organisiert. Dieses Restaurant liegt direkt an der legendären „Brücke am River Kwai“. Nicht nur das Ambiente sondern auch das Essen war den Preis wert und so wurde nicht nur jeder satt, es blieb noch genügend übrig um einige „Doggie Packs“ mitzunehmen. Für mich war das erstaunlich, habe ich doch keinen gesehen, der seinen Hund dabei hatte!? Das Essen wurde übrigens von der Anmeldegebühr bezahlt, also keine Zusatzkosten. Nach dem Abendessen schlenderten noch einige durch das Städtchen, der Rest begab sich zum Hotel um sich mental schon auf den nächsten Tag vorzubereiten.

a03Am Dienstag stand mit dem Blue Sapphire der wohl schwierigste Kurs auf dem Programm. Zum Glück wussten die meisten das nicht, sonst hätte es durchaus sein können, dass einige gefehlt hätten. So aber standen alle wieder 30 Minuten vor unserer Zeit am Abschlag und es konnte losgehen. Der Kurs wurde in eine verlassene Edelsteinmine eingebettet und besticht mit vielen Wasserhindernissen und Doglegs. Alle Par 3 haben erhöhte Abschläge und der Blick auf das Green flößt Respekt ein. Zusätzlich hat man den Löchern Namen gegeben. So heißt zum Beispiel das letzte Par 3 Loch „Do or Die“. Ich glaube jeder kann sich vorstellen, was das bedeutet. So war es nicht verwunderlich, dass die Ergebnisse an diesem Tag nicht annähernd an die des Vortages herankamen. Wenn man weiß, dass das beste Ergebnis 34 und das schlechteste bei 14 Stableford lag, kann man sich vorstellen, was los war. Als Zusatzpreise gab es wieder 2 Flaschen Wein, diesmal für Georg Bufe (Best Front 9) und Gary Saunders (Best  back 9). Der Abend war zur freien Verfügung und so gab es wieder einige Gruppen, die sich je nach Lust und Laune auf Stadt und Hotel verteilten.

a04Am Mittwoch stand der letzte Wertungstag für das Gesamtturnier an und wie immer fanden sich die Punktbesten im letzten Flight. Der Unterschied vom Besten zum vierten betrug 9 Punkte, also alles noch machbar. In der Frauenklasse war nach dem zweiten Tag eigentlich alles entschieden. Die spätere Gewinnerin hatte da schon satte 13 Punkte Vorsprung. Gespielt wurde auf dem Mission Hills GC, der sich leider nicht von seiner allerbesten Seite zeigte. Der von Jack Nicklaus designte Platz war etwas ungepflegt, die typischen Waste Aereas waren zum Teil mit Gras bewachsen, die Greens nicht sehr gut. Natürlich muss man in der Nebensaison damit rechnen, dass fällige Arbeiten durchgeführt werden, aber ein bisschen besser hätte es schon sein können. Die Ergebnisse an diesem Tag waren durchwachsen, wobei 3 der Frauen mit hervorragenden Punktzahlen von 37, 39 und 39 Stableford aufwarteten. Die Damenwertung war damit klar entschieden. Bei den Männern war der Sieg hart umkämpft. Vor dem letzten Loch waren 2 Spieler schlaggleich und so entschied Loch Nummer 18 mit Par gegen Bogey zu Gunsten des Siegers.

Am Abend trafen sich alle im Hotel am River Kwai (es war übrigens der große Kwai) bei einem sehr schönen und sehr schmackhaften Essen. Traditionell wurde dieses Abschlußessen vom German-Swiss GC gesponsert und somit wieder keine Zusatzkosten. Alles mehr als reichlich und so kam wieder die Geschichte mit dem Hund zu tragen. Aber immer noch keiner zu sehen. Na ja!!

Nach dem kulinarischen Teil übernahm der Präsident Ernst Baumann das Wort. Er begrüßte noch einmal alle Teilnehmer, bedankte sich für den reibungslosen Ablauf bei den Organisatoren und bei allen Spielerinnen und Spielern. Auch an diesem Tag gab es eine Extrawertung noch einmal Front 9 Gewinner Georg Bufe und Back 9 Gewinnerin Dang. Anschließend übergaben der Sekretär Helmut Wolf und der Präsident die „Schecks“ an die Gesamtsieger.

Sieger Ladies
1. NuengHdcp 26 113 Stableford
Sieger Männer
1. Gary Saunders Hdcp 15102 Stableford
2. Ernst BaumannHdcp 19101 Stableford

Der Abend wurde noch ziemlich lustig und endete wie eigentlich alle Abende auf unserer Tour in geselliger Runde. Ich glaube allerdings, dass wir langsam unserem Altersschnitt Tribut zollen müssen. Die Lücken bei den „Abendveranstaltungen“ wurden schneller größer, das hatten wir früher nicht in diesem Umfang erlebt. Einen Wehrmutstropfen gab es aber noch. An diesem Abend sagten 10 Spieler für den nächsten Tag in Royal Ratchaburi ab. Bei Einigen kann ich es verstehen, bei Anderen nicht. Das meinte ich bei meinen einleitenden Worten mit bester Lösung.

a05So machten sich am nächsten Morgen 9 Spielerinnen und Spieler auf den Weg zum Royal Ratchaburi Gc und man kann durchaus sagen, dass alle, die nicht dabei waren, das Beste versäumt haben. Man wusste nicht, über was man mehr staunen sollte, den Pflegezustand, die Landschaft, das Layout oder über den Preis. Mit einem Wort: PERFEKT!!! Auch die, die den Platz bereits gespielt haben, waren nach wie vor begeistert und das zu Recht. Zusätzlich half auch hier wieder der Wettergott. 20 Minuten nach Ende der Runde kam es zu sintflutartigen Regenfällen. Es war kaum möglich die 10 Meter zum Auto zu kommen ohne völlig durchnässt zu werden. Irgendwie schafften wir es dann doch und machten uns auf die Heimreise.

Fazit dieser Tour:

22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eine ordentliche Anzahl für eine Sommertour. Gute Vorbereitung durch Guenther, gute Organisation der Abendveranstaltungen durch Thip und der Verlauf der Spieltage lief reibungslos. Zu erwähnen ist das gute Preis- Leistungsverhältnis der Golfkurse mit Green Fee Preisen zwischen 400.- und 800.- Baht. Über das Hotel sollte man bei einer nächsten Tour noch einmal nachdenken. Wir wurden doch in einigen Bereichen über den Tisch gezogen, wie man so schön sagt.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung und das wichtigste war doch, dass alle wieder gesund und munter in Pattaya eingetroffen sind.

In diesem Sinne schönes Spiel und viel Gesundheit Euer

Helmut Wolf

Sekretär German-Swiss Golfclub